OFC-Jahreshauptversammlung stellt Weichen für eine starke, gemeinsame Zukunft

Kickers Offenbach hat im Rahmen seiner Jahreshauptversammlung wichtige personelle und strategische Entscheidungen getroffen und damit verbunden ein Zeichen für Geschlossenheit, Stabilität und Weiterentwicklung gesetzt. In der Willy-Brandt-Halle kamen 424 wahlberechtigte Mitglieder zusammen, um gemeinsam die Zukunft ihres OFC aktiv mitzugestalten.

Mitgliederversammlung
Hübner

Präsident Joachim Wagner wird wiedergewählt

Ein starkes Zeichen der Geschlossenheit setzten die Mitglieder mit der Wiederwahl von Joachim Wagner zum Präsidenten. Ohne Gegenkandidaten und mit deutlicher Zustimmung bestätigte die Versammlung das Vertrauen in seine Arbeit.

Wagner betonte in seiner Rede die Verantwortung gegenüber Tradition und Zukunft des OFC gleichermaßen. Ziel bleibt es, den Verein sportlich wie strukturell nachhaltig aufzustellen und Schritt für Schritt weiterzuentwickeln. Unterstützt wird er dabei von einem neu aufgestellten Präsidiumsteam. Vizepräsidenten Peter Roth und Torsten Möller sowie Schatzmeister Thomas Zahn traten nicht mehr zur Wahl an und wurden mit stehenden Ovationen und Dankesworten seitens Joachim Wagner verabschiedet.

Kai Heinrich und Christian Peters, langjährige Unterstützer im Sponsoring und Aufsichtsrat wurden zur Wahl als Vizepräsidenten vorgeschlagen und von den anwesenden Mitgliedern mit großem Zuspruch gewählt. Ulrich Sauer, kaufmännischer Leiter der OFC GmbH wurde als Nachfolger von Thomas Zahn in der Position des Schatzmeisters bestätigt.

Neuer Verwaltungsrat gewählt

Im Rahmen der Versammlung wurde zudem der Verwaltungsrat neu gewählt. Die Mitglieder bestimmten folgendes Gremium, das künftig die strategische Entwicklung des Vereins konstruktiv begleiten und kontrollieren wird:

Volker Goll, Joachim Hannappel, Thomas Horsch, Sascha Jäger, Lars Kissner, Christoph Kleemann, Roland Straub, Peter Tauber, Thomas Zahn, Markus Weidner, Jenni Werner

Ein zentrales Thema des Abends war die wirtschaftliche Lage des Vereins. Dabei wurde vom kaufmännischen Geschäftsführer Florian Holzbrecher offen über Herausforderungen gesprochen, wie über Rahmenbedingungen im Sponsoring und gestiegene Kosten. Gleichzeitig wurde deutlich, dass der OFC diesen Aufgaben mit realistischen Planungen und klaren strategischen Prozessen entgegentritt. Auch mögliche Kosteneinsparpotenziale wurden aufgezeigt, darunter verschiedene denkbare Maßnahmen wie die potenzielle Schließung der Glaabsbräu-Tribüne oder der zukünftige Umgang mit dem RMV-Kombiticket. Den Verantwortlichen ist es dabei besonders wichtig, die Mitglieder und Dauerkarteninhaber frühzeitig und aktiv in den Entscheidungsprozess einzubinden. Es wird ausdrücklich betont, dass keine der genannten Maßnahmen über die Köpfe der Betroffenen entschieden wird. Ziel ist es, gemeinsam die bestmögliche Lösung für die bevorstehenden Herausforderungen zu erarbeiten

Mit der vorgestellten „Vision Kickers 2030“ präsentierte Christoph Kleemann ein Zukunftskonzept, das die sportlichen Ambitionen von Kickers Offenbach mit vernünftigem Wirtschaften verbindet. Der Fokus liegt auf nachhaltigem Wachstum, einer Stärkung der Nachwuchsarbeit, stabilen Strukturen und einer noch engeren Einbindung der Mitglieder, welche der OFC zur Mitarbeit ermutigt.

Für die Erste Mannschaft sprach Geschäftsführer Sport Martin Pieckenhagen und zeichnete ein klares Bild der sportlichen Ausrichtung.

Er betonte, dass die Mannschaft in einem strukturierten Entwicklungsprozess steht. Dabei verwies Pieckenhagen vor allem auf:

  • eine gezielte Kaderzusammenstellung mit klarem Anforderungsprofil
  • eine ausgewogene Mischung aus erfahrenen Führungsspielern und entwicklungsfähigen Talenten
  • eine klare Spielidee und professionelle Rahmenbedingungen
  • Gleichzeitig machte er deutlich, dass der OFC mittelfristig höhere Ambitionen verfolgt, der Weg dorthin jedoch Stabilität, Kontinuität und Geduld aller Beteiligten erfordert.

Für den Nachwuchsbereich sprach Damir Agovic, der die positive Entwicklung im LZ hervorhob. Sein Bericht machte deutlich, welchen Stellenwert die Talentförderung beim OFC einnimmt.

Dabei betonte er insbesondere:

  • die klare Ausbildungsphilosophie über alle Altersklassen hinweg
  • die enge Verzahnung zwischen Nachwuchsleistungszentrum und Erster Mannschaft
  • die individuelle Förderung junger Spieler mit dem Ziel, sie perspektivisch in den Herrenbereich zu integrieren
  • Mehrere Nachwuchsspieler konnten sich bereits im erweiterten Kreis der ersten Mannschaft zeigen. Ein sichtbares Zeichen dafür, dass der eingeschlagene Weg greift. Der OFC setzt bewusst auf Identifikation, regionale Verwurzelung und nachhaltige Talententwicklung.

Neben dem Profifußball unterstrich die Versammlung auch die Bedeutung der weiteren Abteilungen innerhalb des OFC.

Die Handball-Abteilung entwickelt sich kontinuierlich weiter und leistet einen wichtigen Beitrag zum sportlichen Angebot des Vereins. Abteilungsleiter Jens Pröse stellte Angebote der Abteilung vor und skizzierte die Geschehnisse, Erfolge aber auch Herausforderungen des letzten Jahres

Auch der Frauenfußball entwickelt sich weiter. Janina Meinschein stellte die Abteilung vor und erhielt Applaus für die Erfolge, die die insgesamt vier Teams erzielen konnten. Gleichzeitig bat sie um weitere Unterstützung der anwesenden Personen in organisatorischen Bereich und Sponsoring.

Darüber hinaus repräsentiert die Cheerleading-Abteilung den Verein bei zahlreichen Veranstaltungen, in denen sie weltweit Turniersiege einfahren konnten.

Nach der Abarbeitung der insgesamt 21 Tagesordnungspunkte endete die Jahreshauptversammlung in einer positiven und geschlossenen Atmosphäre. Der Tenor des Abends war eindeutig. Der OFC steht zusammen, stellt sich Herausforderungen selbstbewusst und blickt mit klarer Strategie nach vorne.